Samstag, 4. Juli 2009

Samstag, 04.07.2009

Gestern hatte ich einiges im Büro zu tun, deshalb war ich erst später im Apartment und bin dann ein bisschen bummeln gewesen. Gekauft habe ich in erster Linie Lebensmittel.
Heute habe ich ganz, ganz lang geschlafen, was auch relativ gut ging, da der Himmel bedeckt ist und deshalb nicht um 0500 Uhr schon die Sonne meinen Schlaf beendete. Ist das toll, so lange zu schlafen! Nach einem Früh- äh, Mittag-stück bin ich dann den Nevsky Prospekt mal in die andere Richtung runter gelaufen. Richtung Osten bis zum Ende, das am Alexander Nevsky Kloster liegt. Wetter war nicht so toll, angeblich 12 Grad, aber egal. Es war interessant zu sehen, dass er Nevsky auf diesem Stück noch nicht die Autobahn ist, die er hier ist. Auch war viel weniger los als auf der westlichen Seite und es gibt sehr, sehr viele Geschäfte mit Klamotten, die ich mir wahrscheinlich niemals leisten kann. Denn wenn im Schaufenster kein Preis zu sehen ist, dann "kannst du es dir eh nicht leisten", wie ein Freund mir vor Abreise sagte.

I slept until lunch-time and started a walk in the eastern direction of Nevsky Prospekt until the end of it where the Alexander-Nevsky-Monastery is located. It was very interesting to see how different this part of the Nevsky looks compared to the "western" part. Here a lot of very expensive shops are located and the street is more narrow and does not look like a motorway.

Statue vor dem Alexander-Nevsky-Kloster.

Eingang zum Kloster.

Häuser auf dem östlichen Teil des Nevskys.

Auch Häuser auf eben diesem Teil.

Plochad Wosstaniya, der Platz vor dem Moskauer Bahnhof, trennt den Nevsky.

3 Viertel... einfach so vorbei

Es ist mal wieder Zeit für einen Eintrag dieser Rubrik. 3 Viertel oder auch 75% meines Russlandaufenthaltes sind schon hinter mir. Irgendwie ein seltsames Gefühl. Weil es auf der einen Seite eine wirklich relativ lange Zeit ist, aber mir die 2 Wochen, die noch vor mir liegen, auch noch relativ lang erscheinen. Ich bin wohl gefangen im Labyrinth der Subjektivität der Zeit und der Empfindung eben dieser...
Auch habe ich mittlerweile den Eindruck, daheim doch etwas zu verpassen. Im Moment passiert einfach einiges.
Es gefällt mir hier nach wie vor sehr, sehr gut, aber eine kleine Vorfreude auf Deutschland macht sich breit in mir. Das ist schon mal eine Entwicklung seit der letzten Woche. Und insgeheim mache ich Pläne, was ich hier noch sehen muss, überlege, was ich noch als Mitbringsel einkaufen könnt, und was ich alles erledigen möchte, wenn ich wieder da bin (Friseur!). Also meine Gedanke bzgl. hier sein und bleiben und wegfahren sind durcheinander und diffus.

Now 75% of my stay here are over. This feels weird. The up-coming 2 weeks still seem to be a long time what they are not compared to the 6 weeks that have already passed. I like it here a lot but by now I am also looking forward to coming back to Germany.

Aufgabe 2

Keine Kosten und Mühen wurden gescheut, um hier wieder ein paar Wörter zu präsentieren, um zumindest die russische Schrift zu lernen. Also, los gehts! Und die Auflösung findet sich im Kommentar.

Bild I
Die Schrift links ist hoffentlich zu entziffern. Sollte dann aber relativ einfach sein. Tipps gibts deshalb nicht.



Bild II
Das hier ist schon ein bisschen schwieriger, da das Wort (bzw. die Wörter), das sich hier versteckt, französisch ist. Allerdings ist es kein sehr exotisches Wort.



Bild III
Gut, ja, das ist einfach und auch keine richtige Übung. Aber erstens sind das Wörter, die jeder kennen sollte, und zweitens finde ich es äußerst bemerkentwert, dass Moskau, Tallin und Kiev alle in der selben Richtung liegen. Da stimmt doch was nicht!

Donnerstag, 2. Juli 2009

Impressionen XI

Was auffällt:
Beige ist beliebt (wie schon erwähnt).
Auch scheinen diesen Sommer bei den Frauen Nagellack in möglichst grellen Neonnuancen sehr beliebt zu sein.
Es gibt kaum Hunde in der Stadt und dementsprechend auch kaum Hundesch***, die prominent auf den Gehwegen platziert ist.
Kabel verlaufen überirdisch und stören manchmal im Bild bei der Aufnahme von idyllischen Motiven.

Heiraten ist auch diesen Sommer sehr, sehr in. Überall wird geheiratet. Hier links sieht man ein Brautmodengeschäft. Oder auch eine Brautmodentorte, mich erinnert das Gebäude sehr an eine schöne, fette Torte. Und wenn dann geheiratet wird, mietet man sich eine schöne, fette Strechtlimo - gerne ein Hummer - und fährt durch die Stadt und macht an allen sehenswerten Orten Bildern vom Hochzeitspaar vor eben diesen. Wird also höchstwahrscheinlich ziemlich lange dauern. Manchmal gibt es auch 2 oder 3 Musiker, die immer für angenehme Blasmusik im Hintergrund sorgen.


Es gibt lustige Schilder. Dieses hier verbietet, den Hund anzuschreien (sieht doch so aus, oder?) und vom Turm zu springen. Lebensrettung auf russisch.

Donnerstag, 02.07.2009

Heute bin ich ein bisschen kaputt. Wahrscheinlich ist das der Tribut, den auch ich den weißen Nächten zollen muss. Denn wenn es so hell ist, fällt auch einem passionierten Schläfer wie mir das Einschlafen schwerer als sonst. Ein paar Tage merkt man das nicht, weil man wg. der Helligkeit auch nicht müde wird, aber irgendwann rächt sich das...
Jedenfalls merke ich, dass meine Tage hier gezählt sind. Noch 16 Mal schlafen und ich bin wieder in Deutschland.
In der mir verbleibenden Zeit möchte ich noch dem Smolny-Kloster, dem taurischen Palais und dem Alexander-Nevsky/Newski-Kloster einen Besuch abstatten. Sollte aber durchaus möglich sein.
Am Wochenende steht der nächste Besuch vor der Tür! Und er wird die ganze Woche bleiben. Freu mich schon sehr.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Mittwoch, 01.07.2009

Und schwupps ist Juli. Warum geht das denn immer so schnell? Mitte des Jahres schon vorbei, fast der gesamte Jahresurlaub ist noch vorhanden, und wenn ich wieder nach Deutschland komme, werden die Nächte schon wieder länger.
Hier ist Sommer, er ist nicht so heiß wie daheim, aber es ist dafür um so angenehmer.

Seit dem Wochenende sagen (oder schreiben) mir immer wieder Leute, dass ich ja gar nicht mehr so lange da sei. Hm. Könnte was dran sein. Ich war bislang davon ausgegangen, dass die knapp drei Wochen, die mir noch bleiben, eigentlich relativ viel noch sind. Aber auf die vergangenen fünf Wochen zurückblickend muss ich dann doch eingestehen: AHHHHH! Nur noch zwei (2) Wochen!

Glücklicherweise habe ich alle "To Visit"s, die mir persönlich am wichtigsten waren, schon abgehakt. Nun folgt also die Kür...

PS: auch um auf diverse Anmerkungen zu reagieren: ich habe vor, mich mit meiner Kamera auf die Suche nach Hässlichkeit zu begeben, um diese dann gegebenenfalls auch hier zu präsentieren. Irgendwie ist mein Blog zu positiv, oder was meint ihr, verehrte Leserschaft?

Dienstag, 30. Juni 2009

Russisch lernen, Aufgabe I

Bild I
ist gar nicht so schwer. Links sehen wir einen Schriftzug am Fenster einer Café-Kette, der für ein bestimmtes Angbot wirbt. Na? Ideen?






Bild II
Das hier ist aber einfach, oder!?








Bild III
Was könnte das hier wohl bedeuten? Das Logo kommt uns doch bekannt vor. Hm. Und ja, es könnte sich um einen Finanzdienstleister handelt.






Auflösung im Kommentar!

Montag, 29. Juni 2009

Impressionen X

Beige. Beige ist eine so nachhaltige Impression, dass diese Farbe einen Eintrag unter dem Label Impressionen verdient. Überall lacht einen Beige an, sofern Beige lachen kann. Alles ist beige. Schuhe, Taschen, Jacken, Hosen, Röcke, Hemden, Westen, T-Shirts. Beige scheint die Lieblingsfarbe der St. Petersburger zu sein. Aber warum? Man wundert sich.

Sonntag, 28. Juni 2009

Wochenende 27.06./28.06

Am Samstag haben wir lange geschlafen und sind dann zu meinem Lieblingscafé spaziert, wo wir frühstückten. Dann bummelten wir und erstanden Schuhe im Sale. Muss auch sein. Nach einem weiteren Sparziergang machten wir Pause in einem anderen Café und aßen Piroggen. Draußen fing es an zu regnen wie aus Kübeln und so waren wir gefangen im Piroggenschlaraffenland und aßen noch mehr Piroggen. Yummi!
Wer Hefeteig mag, wird die russische Küche lieben!
Nachdem der Regen und ca. 2 Stunden vorbei waren, kauften wir noch Mitbringsel (ähm, ja, Wodka) und entspannten von den Fußmärschen im Apartment.
Später am Abend trafen wir uns mit ein paar Bekannten, die hier studieren oder arbeiten. Wir waren eine Multi-Kulti-Truppe mit Leuten aus Frankreich, Turkmenistan, Russland, Österreich, Tunesien, der Ukraine und Deutschland. Es war sehr nett und wir blieben viel länger als eigentlich geplant war. Deshalb war die Nacht auch eher kurz, denn vor der Abreise meiner Schwester wollten wir noch ins Russische Museum. Also frühstückten wir Blini mit Apfel gefüllt, besichtigten das Museum und dann begann der Krimi.
Meine Schwester sollte abgeholt werden. Niemand da. Straßen gesperrt, weil ein Marathon statt fand, dann kam der Fahrer. So weit, so gut. Nur kamen sie dann nicht voran. Ich verfiel vor meinem Handy und den SMS meiner Schwester in leichte Panik, sah sie schon alle Flieger nach Deutschland verpassen, und morgen nicht ausreisen dürfen wg. abgelaufenen Visums und dann im russischen Frauenknast sitzen! Oh, nein!
Aber der Fahrer konnte wohl sehr, sehr schnell fahren und schaffte es rechtzeitig zum Flughafen. Nachdem meine Schwester nun durch alle Kontrollen ist, schrieb sie mir eine SMS, dass alles in Ordnung ist. Ich bin sehr beruhigt.

Die 5. Woche ist rum

Gestern war dann auch schon die 5. Woche rum. Nach wie vor genieße ich die Zeit. Es war toll, wieder Besuch zu haben (Danke S.!) und die Stadt nicht nur allein genießen zu können. Ein bisschen fühlt sich der Aufenthalt wie Urlaub an.
Wenn ich daran denke, so bald wieder in Deutschland zu sein, bin ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite freue ich mich sehr, sehr, sehr alle meine Lieben bald wieder zu sehen. Auf der anderen Seite werde ich wahrscheinlich erstmal einen kleinen Schock bekommen, weil es dunkel sein wird, die Preise in Euro sind, Wodka teuer ist und die Supermärkte um 2000 Uhr schließen. Und die Stadt werde ich vermissen. So langsam verabschieden sich auch alle Bekannten hier, da ihre Visa ablaufen.