Samstag, 27. Juni 2009

Impressionen IX

Links sieht man einen netten kleinen Block. "Lenin lebte, Lenin lebt, Lenin wird leben" Na, da weisse Bescheid Schätzelein. Soviel zum Thema Aufarbeitung der Vergangenheit, Aufklärung und Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Freitag, 26.06.2009

Wie schön das heute war. Ein bisschen bummeln und schauen, was der Summer Sale in St. Petersburg so kann. Leider nicht so viel, deshalb war die Ausbeute begrenzt. Die Sachen sind einfach in Deutschland billiger. Nach ein bisschen ausruhen machten wir uns auf den Weg zu einem sehr schön im Michaelipark gelegenen italienischen Restaurant, wo man entspannt auf der windgeschützten Terrasse sitzen kann. Wir aßen mit K. Pizza und Nudeln, Sorbet danach und tranken Kaffee. Es war sehr lecker und die Abendsonne kitzelte unsere Nasenspitzen.
Nach diesem ausgiebigen Mahl machten wir uns auf den Weg zur Isaakskathedrale, wo wir ein wenig saßen, um dann mit Abstechern in ein Café und eine 24/7-Buchhandlung, die auch Postkarten verkauft, am Ufer an der Schlossbrücke anzukommen und das Aufgehen der Brücke zu sehen.
Es war sehr schön und die Stadt fasziniert mich sehr.

Die Isaakskathedrale irgendwann nach 2300 Uhr.

Kurz vor Mitternacht, Galernaya Uliza.

Mitternacht in St. Petersburg am Ufer der Newa.

Freitag, 26. Juni 2009

Impressionen VIII

von meiner Schwester. Wie man sieht, das Wetter ist ein Traum. Ich musste leider arbeiten. Aber jetzt ziehen wir nochmal gemeinsam los.

Peter-und-Paul-Festung.

Fähnchen im Wind.

Eremitage.

Wasserspiel vor der Admiralität.

Admiralitaet

Donnerstag, 25. Juni 2009

Donnerstag, 25.06.2009

Es gibt viele gute Dinge heute. Zum Einen ist morgen Freitag, das heißt Wochenende. Juchu! Zum Anderen ist das Wetter sehr schön. Dann muss ich das Wochenende und das Wetter nicht alleine genießen sondern kann es mit meiner Schwester teilen. Und wir waren heute im Ballett. Es war großartig. Wir sahen "The Little Humpbacked Horse" im wunderschönen Mariinsky-Theater. Das Ballett war ein Zaubermärchen, sehr lustig, toll getanzt (und klasse Kostüme) und der kleine Junge vor uns war ebenfalls fasziniert.
Nach dem Ballett schlenderten wir heim und aßen noch zu Abend. Bei McDonald's. Ja, macht man eigentlich nicht. Aber eigentlich ist man auch nicht mal für 8 Wochen in St. Petersburg. Sachen gibt's.
Meine Schwester war in der Eremitage, musste aber auch lange auf Einlass warten.

Großes schönes altes Haus.

Abendstimmung an einem der Kanäle.

Abendstimmung am Nevsky, rechts Gostiny Dvor.

Abendstimmung an der Fontanka (Ecke Nevsky).


Mittwoch, 24. Juni 2009

Mittwoch, 24.06.2009

Wie schön. Meine liebe Schwester ist da! Hat etwas länger gedauert. Sie flog über Berlin und in St. Petersburg bei der Passkontrolle, die ewig dauerte, standen zwei Berliner Pärchen hinter ihr. Und die mopperten, dass es hier sei wie in der DDR. Aber in der DDR hätte man wenigstens einkaufen können. Einer der Männer sagte dauernd "Das war's, das wird nix mehr. Wir können sofort umkehren und den nächsten Flug zurück nehmen." Von dem Optimismus und der Gelassenheit kann ich mir noch 'ne Scheibe abschneiden.
Dann dauerte es, bis sie ihren Fahrer gefunden hat, aber letztlich ist alles glatt gegangen, und sie hat nette, hilfsbereite Russen kennen gelernt.
Wir waren ein bisschen spazieren und trafen auch zufällig Bekannte von mir. Erstaunlich, dass ich in einer Stadt mit fast 5 Millionen Einwohnern und ca. 12 Personen, die dort wohnen und die ich kenne, dennoch denen über den Weg laufe, die ich schon kennen gelernt habe.
Das Wetter ist toll und die Stadt zeigt sich von ihrer besten Seite.

Hier der Bogen vor dem Schlossplatz bei schönem Wetter. (die blöden Container stören)


Im Bogen.


Blick aus dem Bogen.


Blick von der anderen Seite auf den Bogen und das Triumphwagendingsbums.


Übrigens, wenn ich mal groß bin, möchte ich auch mal so was alles haben, einen Schlossplatz, einen Bogen, einen steinernen Triumphwagen... Ach ja.

Impressionen VII

Ich habe heraus gefunden, dass man aus Russland doch nur einen Liter harten Alkohol mitbringen darf. Hier sind die Infomationen. Gut, dass ich meinen bisherigen Gaesten gesagt habe "na klar, 2 Liter bzw. 2 Flaschen sind total im Rahmen." Was mich allerdings ein wenig verwirrt ist die Info auf der Homepage zur Einreise. Wenn ich den Wodka (max. 1l) mitbringe, muss ich dann durch den roten oder durch den gruenen Korridor? Hm.

Naechster Punkt: In Russland faengt man spaeter an zu arbeiten als in Deutschland, auch die Schule beginnt erst gegen 0900 Uhr. Das ist mir schon in England letztes Jahr aufgefallen, dass Deutschland ein Fruehaufsteherland ist.

Naechster Punkt: Es gibt keine Handyvertraege. Das wuerde naemlich nicht mit der weit verbreiteten Vorkasse zusammen passen. Deshalb kann man ueberall Automaten finden, an denen man sein Handy aufladen kann.

Naechster Punkt: Um meinen Post von gestern zu ergaenzen: Wenn ein Fleisch "Stroganoff" ist, bedeutet das, dass es geschnetzelt ist und mit einer Sauce von Zwiebel, Schalotte und saurer Sahne serviert wird. Uneinig sind sich die Quellen ueber den Ursprung des Namens. Manchmal wird es der Adelsfamilie mit dem Namen zugeschrieben. Dann manchmal mit der Begruendung einer der Fuersten aus dieser Familie habe die Armen mit diesem Mahl gespeist. Manchmal wiederum heisst es, dass der Name von dem russischen Wort fuer "schaben" kommt, da das Fleisch so klein geschnitten wurde.

Dienstag, 23. Juni 2009

Mal was wagen

und etwas "Exotisches" essen. So war ich heute Mittag mit Kollegen essen und wählte Leber Stroganoff. Hm. Schmeckt ein wenig komisch, aber okay. Ja, Innereien sind hier beliebt. Wenigstens war keine Mayo dabei.
Wetter ist gut und morgen steht schon der nächste Besuch auf der Matte. Juchu! Bis dahin werde ich entspannen und lesen.

Montag, 22. Juni 2009

Impressionen VI

... aus dem Supermarkt.

1. Mayo in allen Variationen. Bislang dachte ich, Holländer und Engländer essen gerne und viel Mayo. In Russland offensichtlich auch beliebt.


2. Krebsis. Tiefgefroren. Derartige Darbietung von Tiefkühlkost auch noch nie gesehen vorher. Werden wahrscheinlich - im aufgetauten Zustand bzw. warmen - mit Mayo gegessen. Klingt zumindest konsequent.


3. Wodka. Es gibt ja schon ein Bild im Blog. Also hier nur der Vollständigkeit halber. Ergänzend muss noch erwähnt werden, dass es in manchen seltsam sortierten Lebensmittelläden auch kleine versiegelte Gläser gibt. Gefüllt mit Wodka, was sonst!? Das ist ziemlich praktisch, wenn man alleine Wodka trinken möchte, aber aus der Flasche trinken stillos findet und gerade kein eigenes Glas zur Hand hat. Prost! (Bild von besagten Glas muss noch gemacht werden, dann aber sofort hier zu sehen)

Sonntag, 21. Juni 2009

Impressionen V

Heute waren wir Bliny essen. Und nun muss ich die in Deutschland existierenden Vorstellung eines Blinis korrigieren. Bliny sind nicht klein! Sie sind auch nicht dick, nein, es sind mittelgroße, dünne Pfannkuchen aus Hefeteig.
Wir aßen sie mit Lachs, Kaviar (der rote, nicht der schwarze) und Heringspampe, die aber sehr, sehr lecker war. Große Überraschung.



Nach dem Essen wanderten wir noch ein wenig durch die Stadt, über kleinere Straßen, führten unsere Sonnenbrillen aus und sahen viele Häuser.

Hier gibt es nur große Häuser. Folgende Kategorien: großes schönes Haus / großes hässliches Haus / großes früher-mal-schön-gewesenes-aber-jetzt-kaputtes Haus.

Großes früher-mal-schön-gewesenes-aber-jetzt-kaputtes Haus.

Großes früher-mal-schön-gewesenes-aber-jetzt-kaputtes Haus, Detail.

Hat es so gerade noch in die erste Kategorie geschafft. Großes schönes Haus.

Hier ein der außer Konkurrenz existierenden Kategorie Kirche angehörendes Exemplar.


Sonntag, 21.06.2009

Es ist Mittag und wir sind noch nicht aufgestanden, weil wir erst gegen 6 heim gekommen sind. Das war so: Gegen 2200 Uhr haben wir uns auf den Weg Richtung Uni gemacht. Da war schon mächtig was los auf dem Nevsky, denn gestern war Vypusknoi. Der letzte Schultag für alle Schüler und die ältesten bekommen ihre Attestate, um eine Universität zu besuchen. Die Jugendlichen sind meistens 17, wenn sie die Schule verlassen. Und gestern war das eine große Feierei. Der Nevsky war ab Gostiny Dvor für Autos gesperrt und überall waren junge Leute mit Schärpen, die kennzeichnen, dass es sich um einen Schulabgänger handelt.
Wir gingen aber ins Studentenwohnheim und von da aus später mit einer großen Gruppe zur Schlossbrücke. Das war relativ kompliziert und dauerte viel länger als sonst, da auf dem Schlossplatz auch ein riesiges Open-Air-Konzert für alle Schulabgänger war, das auch im Fernsehen übertragen wurde, wie wir im Wohnheim sahen, und kein Durchkommen möglich war.
Also über verschiedene Umwege kamen wir auf die Schlossbrücke, die in dieser Nacht nicht um 0130 hochgeht. Denn 1000e Menschen stehen dann auf der Brücke, schauen in den nicht dunkel werdenden Himmel und auf die beleuchteten Prachtbauten, hören klassische Musik, die irgendwoher kommt, und schauen sich dann das Feuerwerk an.
Ich bin kein großer Fan von Feuerwerken, aber das war der Wahnsinn. Es war wunder, wunderschön. Natürlich auch wegen der ganzen Atmosphäre. Hier habe ich ein Video hochgeladen, es ist besser als die Fotos, aber immer noch nicht gut; leider.



Nach dem Feuerwerk gingen wir wieder ins Wohnheim und dann noch Sushi essen, um 0500. Kein Problem, hier hat ja alles immer offen und wir waren auch nicht die einzigen Gäste und es war schon wieder richtig hell. Im Moment kann man hier nur zwischen hell und nicht ganz so hell unterscheiden.