Samstag, 30. Mai 2009

Freitagnacht



Wie schön. Beide Bilder wurden zwischen 0130 und 0200 Uhr gemacht. Dann öffnen sich nämlich die Brücken.
Vorher gearbeitet (auf dem Rückweg auch den richtigen Ausweg gefunden) und gewaschen (das war mal wieder komplizierter als gedacht, obwohl ich meine Wäsche in Deutschland auch in meiner Waschmaschine selber wasche) und dann habe ich mich mit einem Bekannten zum Essen getroffen; sehr, sehr lecker wars. Im Studentenwohnheim haben wir diskutiert über Demokratie und Krankenversicherung (Warum heißt es Krankenversicherung wenn man sich FÜR die Gesungheit versichert und GEGEN die Krankheit, im Englischen heißt es doch auch Health Insurance...)
Und dann sind wir zu den Brücken gegangen. Schön wars. Und danach im Achtung Baby. Meiner Meinung nach heißt dieser Club ja nach einem U2-Album. Wer Anderes weiß, möge sich melden.

Freitag, 29. Mai 2009

Zwischendurch

Gestern war ich kurzfristig sehr verwirrt. Da ich mich ja an das Abenteuer gewagt hatte, mit Umsteigen zur Arbeit zu fahren, und das auch gut geklappt hatte, war der Plan, den Rueckweg auch so zu gestalten.
War mir sehr sicher, in die richtigen Metros eingestiegen und an der richtigen Station ausgestiegen zu sein.
Nur an die Oberflaeche kam ich an einem Platz, den ich nicht kannte. Dabei war ich den Schildern zum Nevsky gefolgt (ja, das kann ich lesen, auch auf Russisch). Okay, sehr, sehr grosser Platz mit einer ca. 10-spurigen Strasse. Einmal um den ganzen PLatz rumgelaufen und dann habe ich festgestellt, dass die Station schon die richtige war und auch einen Ausgang zum Nevsky hat. Nur konnte das nicht der sein, durch den ich hineingelangt war, weil die Russen ein sehr verwirrendes System haben.
Wenn an einer Station zwei Metrolinien fahren, dann hat die Station auch zwei Namen. Es gibt dann also zwei eigenstaendige Stationen, die bloss durch eine Treppe verbunden sind. Abgefahren. Warum?
Jedenfalls bin ich also nicht bei der Station Mayakovskaya raus sondern bei der StationVosstaniya.

Hier in der Kantine des Bueros ist das Essen kalt und wird dann fuer jeden einzeln in der Mikrowelle warm gemacht. Warum?

Donnerstag, 28. Mai 2009

Zwischendurch

St. Petersburg ist so flach. Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt, was es ist, das mich so ein wenig verwirrt. Aber es gibt keine Hochhaeuser oder Tuerme oder aehnliches. Und es liegt ganz eben am finnischen Meerbusen.
Heute bin ich einen neuen Weg zur Arbeit gefahren. Mit der Metro, aber mit umsteigen. Und auch das ging super. Zum Teil findet man sogar in manchen Waggons in manchen Linien den Linienplan (!) mit englischer Beschriftung (!!).
Dafuer, dass man andauernd Touristen sieht und auch ueberall Deutsch hoert, ist das Angebot fuer nicht Kyrillisch-lesende Menschen eher mau, gerade in der Metro.

Was das Buero von dem in Dtl. unterscheidet: Es gibt verschiedene Sorten Kaffee und Tee und Kekse und Obst und Gemuese und Brot und Kaese. Und eine "Coffee-Lady", die den ganzen Tag auf dem Flur roedelt. Staub saugt, Blumen giesst, die Spuelmaschine laufen laesst, Kaffee und Tee kocht und Blumen giesst.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Mittwochabend

Peter-Paul-Festung

Eremitage

Später heute bin ich mit meiner lieben Französin noch bummeln gewesen. Erst an der Eremitage. Imposant. Als wir auf dem Weg zur Neva waren, sahen wir einen Bären! Ja, es gibt Bären in Russland und ja, man sollte auch in St. Petersburg, der Metropole, aufpassen, von einem solchen nicht angefallen zu werden. (Fotos unten)

Dann überquerten wir (alles bei schönstem Sonnenschein und fast Bikinitemperaturen) die Dvortsovyy Brücke und kamen auf die Vasilevskiy Insel. Dort sind wir am Wasser entlang über die Birzhevoy Brücke zur Peter-Paul-Festung. Da gibt es sogar einen Strand.
Wir saßen in der Sonne am glitzernden Wasser.

die Tour ging weiter an der Auferstehungskirche (so bunt!) vorbei über den Nevsky ins Studentenwohnheim. Ich musste mir Schuhe leihen, weil der Weg doch weiter war, als gedacht.

Wir kauften im Einkaufzentrum am Sennaya Platz ein. Dort gibt es tatsächlich einen Supermarkt!

Am Nevsky gibt es auf einem Haus ein leuchtendes Pepsi-Zeichen, das sieht je nach Blickwinkel und Witterung aus, wie eine untergehende Sonne.

Mittwoch, 27.05.


Das ist auch hier. An einem der vielen Kanäle. Nicht umsonst nennt man St. Petersburg auch das Venedig des Nordens.
An den Ufern sitzen viele junge Leute und malen, weil - wie ich herausgefunden habe - die Hochschule für die höheren Künste (oder so ähnlich) ganz in der Nähe ist. Am Eingang der Hochschule steht die Bezeichnung sogar auf deutsch.

Das Foto entstand auf dem Weg zum Hotel, in dem meine Eltern wohnen werden, die mich bald, bald besuchen kommen. Freu mich schon sehr. Habe das Hotel gefunden und es ist gar nicht soo weit zu Fuß von meinem Apartment.

Hier ist es ganz oft so, dass man schon an den Gebäuden außen sieht, was drin ist, wie in Deutschland, aber wenn man dann hineingehen will... Schwierig, gibt es selten einen direkten Eingang. Man muss über Klingeln und Tore und Hinterhöfe und neues Klingeln zu dem Büro/Hotel etc. Haben wir wieder was gelernt.

Gestern habe ich H-Milch gekauft und wollte dann zuhause ein Müsli damit zubereiten. Ha, blöd, dass das einzige Datum auf der Verpackung der 29.04.2009 war. Dachte schon, Milch abgelaufen, na toll. Wo bitte werden denn fast schon seit einem Monat abgelaufene Artikel verkauft? Eigentlich nicht ein einem relativ teuren Supermarkt am Nevsky...
Dann habe ich im Internet recherchiert... Nirgendwo rausfinden können, was es bedeutet. Nur soviel: es bedeutet nicht Haltbarkeit. Hier der ominöse Milchkarton:
Und dann habe ich auf meinen "internationalen" Müslikarton geguckt und festgestellt, dass es sich bei dem kyrillischen, russischen Wort über dem Datum um das Produktionsdatum handelt. Wie schön. Und auch auf der Tomatensauce steht kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern nur das Produktionsdatum. Warum?

Dienstag, 26. Mai 2009

Montagabend 2















Ist das nicht schön? Fontanka in St. Petersburg und das nach 2200! War echt tolles Wetter heute und warm und hell und blau (der Himmel).

Nach dem erfolgreichen einkaufen (Tomatensauce (!!!) , Klopapier und Müsli) war ich mit meiner französischen Freundin noch ein wenig bummeln und später mit ihren Mitstudenten L'auberge espangnol like Bier trinken und tada: Bortsch essen. Sehr lecker.

Montag, 25. Mai 2009

Montagabend 1





Amazing. Es ist wirklich so schön. Wäre die Kamera besser, käme das auch besser rüber.

Buero

Heute bin ich das erste Mal Metro gefahren. War ein wenig nervoes davor, ob ich das so einfach hinbekomme. Ich war schnell in der Metro. Zuerst faehrt man ganz weit runter in die Tiefe, die Petersburger Metro ist laut Auskunft der Homepage der Stadt die tiefste auf der ganzen Welt. Die Metro faehrt sehr sehr tief. Tiefer als ich es in London gesehen habe. Unten ist alles sehr gross und chic. Schwierig ist es, die richtige Linie und dann das richtige Gleis zu finden. Alle Informationen sind in Kyrillisch. Gluecklicherweise habe ich auf Anhieb das richtige Gleis gefunden und bin an der richtigen Station ausgestiegen.

Nun im Buero merke ich mehr denn je, dass es sinnvoll waere, Russisch zu koennen. Zwar sprechen alle Englisch, aber normal ist doch eher Russisch.

Seit gestern habe ich eine russische SIM-Card fuer mein Handy, allerdings ist es fast unmoeglich, damit SMS zu versenden, weil: Network too busy. Toll.

Warum hat eine der groessten Wodkafirmen eine Bank? Klingt komisch, ist aber so. Eine der groessten Banken hier ist "Russian Standard".

Sonntag, 24. Mai 2009

Sonntagabend, kurz nach 23:00.

Heute habe ich noch ein bisschen mehr von der Stadt gesehen.

Impressionen: Es gibt wirklich sehr viele Frauen mit sehr hohen Schuhen.
Nachdem ich mich mit einer Bekannten getroffen hatte, bin ich um 2230 unserer Zeit heim gelaufen und es war noch taghell. Beeindruckend.
Es gibt sehr viele dicke schwarze Autos, vorzugsweise ein deutsches Fabrikat. Und dann aber gibt es auch sehr viele lustige kaputte kleine Autos. Die großen rasen, die kleinen kriechen und stinken.