Donnerstag, 16. Juli 2009

Seltsam

fühlt es sich an, bald St. Petersburg zu verlassen. Klar, freue ich mich auf Deutschland. Aber heute kommt auch ein leichter Abschiedsschmerz dazu.
Es ist komisch, hier alles hinter mir zu lassen. Ich habe mich doch eingerichtet! Auch der "Pioniergeist" und die überwältigenden Eindrücke sind einem Alltag gewichen, in dem die Stadt eine tolle Kulisse ist und mich warm gehalten hat. Ich mag es, hier Metro zu fahren, ins Büro zu gehen, mit den Kollegen zu Mittag zu essen, einzukaufen, zu spazieren. Gut, dass man festhalten kann, dass sich eine Routine etabliert hat in meinem St.-Petersburg-Leben. Das kann man nämlich auch so interpretieren, dass ich bereit bin für neue Herausforderungen! Neue Länder, Städte, Menschen, Kulturen!
Leider weiß ich auch, dass ich eine so großartige Möglichkeit, wie die, nach Russland zu gehen für 8 Wochen, so schnell nicht mehr wieder bekommen werde.
Ich bin ein bisschen wehmütig gerade. Wehmut: Gefühl zarter Traurigkeit hervorgerufen durch die Erinnerung an Vergangenes. Trifft es doch! Obwohl ich noch da bin. Es gibt tolle Wörter in der deutschen Sprache! (immer das Gute sehen!)

Ich habe schon angefangen, Koffer zu packen.

It feels weird to leave the city so soon. I am looking forward to Germany but also a bit sad to leave everything here.
I started packing.

Tschüss kleines, gelbes Auto an der Fontanka!

Tschüss eherner Reiter, tschüss Isaakskathedrale, tschüss Bilder aus dem russischen Museum!

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