Sonntag, 14. Juni 2009

Sonntag, 14.06.2009

Heute haben wir verschlafen, obwohl wir jeweils einen Wecker gestellt hatten. Ärgerlich. Wir wollten pünktlich zu Beginn in der Eremitage sein und deshalb um 0800 aufstehen, tatsächlich sind wir um 1000 aufgestanden. Haben gefrühstückt und ein paar Besorgungen erledigt, bevor wir für gut 2 Stunden an der Eremitage anstanden. Es war kalt und windig und dann hat es noch mal lange gedauert, bis wir unsere Tickets hatten. Glücklicherweise haben wir dann sogar beide Studententickets für 0 Rubel bekommen. Wir hatten gute 2 Stunden, um alles anzuschauen. Unmöglich.

Der Blick auf den Schlossplatz aus dem Hof vor dem Haupteingang.


Aber auch so war es wahnsinnig beeindruckend. (Achtung: Superlativalarm) Riesengroß, riesige Säle, überall hohe Decken, prächtigste Verzierungen, Gold, Gold, Gold, Wände aus vornehmstem Marmor, perfekt aufeinander abgestimmte verschieden farbige Marmorwände, verschiedenste Arten von wunderschönem Parkettboden aus immer anderen Hölzern, beeindruckende Aussicht, wunderbare Treppenaufgänge und Deckenfresken. Abgesehen von der "Ausstattung" oder auch "Inneneinrichtung" gab es beeindruckende Werke zu bestaunen. Alles war da. Die Mumien aus dem alten Ägypten, Statuen aus dem antiken Rom und dem antiken Griechenland, Impressionisten aus Frankreich, Ritterrüstungen aus dem Mittelalter (inklusive Pferd), Porzellan aus Barock/Rokoko, Wandteppiche und Möbel, Gegenstände aus Kirchen, Picasso aus seinen verschiedenen Phasen, italienische, deutsche, niederländische und englische Künstler.
Wir waren beeindruckt und sprachlos. Trotz vieler Ausflüge mit den Eltern in Museen, Schlösser und ähnliche Einrichtungen in verschiedenen Ländern haben wir noch nie etwas Vergleichbares gesehen.
Eine Frage stellt sich dem aufmerksamen Betrachter: Was tun mit so viel Platz? Selbst mit unzähligen Schlafzimmern für die Frauen, Nebenfrauen, Kurtisanen und Kinder - deren Zimmer so angeordnet sein können, dass sie sich niemals begegnen mussten - , Ankleidezimmern, Spielzimmern für Kinder und Männer, Ballsälen, Esszimmern, Bibliotheken und Zimmern für die Lakaien... Immernoch bleibt sooooo viel Platz. (Wurde es genutzt, wie Versailles genutzt wurde?)

Nach einem also - ich wiederhole mich - beeindruckendem Besuch im Winterschloss gingen wir, bei dann sehr schönem Wetter, über die Inseln zur Peter-und-Paul-Festung und dann in den Sommergarten und dann heim. Es war anstrengend, wir sind viel gelaufen und gestanden.

Die Troizkij Brücke.


Blick von der Festungsinsel.


Das Ingenieur-Schloss.

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