Gerade dann, wenn ich Bücher über die Stadt lese oder Bücher, deren Handlung dort spielt. Deshalb stelle ich kurz alle Bücher vor, die ich im Zusammenhang mit St. Petersburg gelesen habe.
Zugzwang von Ronan Bennett: Ein spannender Krimi, der 1914 in den Wirren der politischen Situation damals spielt.
Erniedrigte und Beleidigte von Fjodor Dostojewski: Ein wirklich dicker Roman. Lange habe ich an den ersten Seiten gelesen mit vielen zum Teil wochenlangen Unterbrechungen. Schließlich habe ich aber den Zugang gefunden und dann hatte ich es schnell ausgelesen. Es macht Spaß, einen Roman zu lesen, der in einem St. Petersburg spielt, das ich so nicht kennen lernen konnte (ca. 150 Jahre hindern mich). Abgesehen davon ist natürlich Dostojewski ein ganz Großer und sehr empfehlenswert. Nur warum die Handlung im Klappentext mit "Kabale und Liebe" verglichen wird, leuchtet nicht ein. Vielleicht ist auch "Kabale und Liebe" bei mir zu lange her.
Die Hauptmannstocher von Puschkin: Puschkin, DER Nationaldichter der Russen, hat hier eine schöne kleine Erzählung verfasst, die schnell und einfach zu lesen ist. Macht großen Spaß. Erstaunlich fand ich folgenden Satz in dem 1836 erschienen Buch: "Von meinem fünften Jahre an ward ich der Obhut unseres Reitknechtes (...) anvertraut, der für sein gutes Betragen - er trank nicht - zu meinem Erzieher ernannt worden war."
Die großen Erzählungen von Nikolai Gogol: Eine Sammlung von Erzählungen Gogols. Leider haben mir alle Erzählungen nicht so gut gefallen wie alles, was ich von anderen russischen Autoren gelesen habe, weil er doch auf sehr ausgefallene und realitätsferne Ideen kommt. Interessant aber auch seine hymnenartigen Beschreibungen St. Petersburgs. Hier wird das Stadtbild samt der verschiedenen Gesellschaftsschichten im 19. Jahrhundert beschrieben.
Die erzählte Stadt von Katharina Tiwald: Eine junge Studentin aus Österreich erzählt von ihrem St. Petersburg in den 00er Jahren. Sie hat noch mehr gesehen und erlebt als ich, so konnte ich noch einiges lernen. Auch sie hat Gogol, Puschkin und Dostojewski gelesen und ist auf ihren Spuren gewandelt.
Weiße Nächte, dunkle Tage Literarische Spaziergänge von Maria Marginter und Fyodor Gawrilow: Bin noch nicht ganz fertig, aber auch dieses Buch wandelt auf den Spuren von großen russischen Literaten und es macht Spaß, es zu lesen.